Behandlungsprogramm 4

Gynäkologische Tumoren

Durch die Bildung des universitären Brustzentrums wurde ein Kompetenzzentrum für die Diagnostik und Therapie von Frauen mit bösartigen und gutartigen Brusterkrankungen geschaffen, welches in optimaler Weise klinische und wissenschaftliche Fachkompetenz in sich vereint.

Hier sind gewachsene und bestehende Strukturen der Versorgung von Mammakarzinom-Patientinnen in Essen vernetzt, die bereits jetzt schon das Vertrauen der betroffenen Frauen und der niedergelassenen Fachärzte der Region besitzen.

Dies zeigt sich auch an der hohen Zahl von Patientinnen (etwa 2/3 der in Essen jährlich an einem Mammakarzinom erkrankten Patientinnen), die an einem Mammakarzinom behandelt werden.

Zur Gewährleistung einer optimalen Behandlung verpflichten sich die Kooperationskliniken zu einer Leitlinien-orientierten Diagnostik und Therapie nach den nationalen und internationalen Standards der jeweiligen Fachgesellschaften (z. B. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie, Deutsche Gesellschaft für Senologie, Deutsche Krebsgesellschaft, DIN EN ISO 9001:2008, EUSOMA, EORTC, EUREF etc.).

Die Partnerkliniken verpflichten sich zu einer Teilnahme an klinischen und präklinischen Forschungsprojekten.

Die Einbindung von Patientinnen mit Mammakarzinom in klinische Studien ist eine weitere wesentliche Voraussetzung zur Optimierung der Behandlungsstrategien. Wissenschaftliche Daten belegen den positiven Einfluss einer Studienteilnahme auf den Verlauf einer Mammakarzinomerkrankung. Das Universitätsklinikum Essen übernimmt hierbei die Zentrale Leitung und Organisation eigener, aber auch multizentrischer Studien im Rahmen nationaler (AGO, GABG, NOGGO) und internationaler Studiengruppen (EORTC, BCIRG, GEICAM).

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen des WTZ, die in Deutschland führende Fachkompetenz der Tumorklinik sowie die hohe Zahl der behandelten Patientinnen mit Mammakarzinom, bieten in NRW exzellente Voraussetzungen.

Ein zentrales Studiensekretariat mit qualifizierten Pflege- und Dokumentationskräften ist eingerichtet. Neben der Erstbehandlung von Patientinnen mit Mammakarzinom werden alle modernen Möglichkeiten der Palliativmedizin, der psychoonkologischen Begleitung sowie der Rehabilitation angeboten.

Die einzelnen Leistungen in diesen Teilgebieten werden entweder in den Kooperationskliniken selbst vorgehalten oder vom Universitätsklinikum Essen zur Verfügung gestellt. Am UK Essen stehen nicht nur die klinischen Einrichtungen (Schmerzambulanz, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Beratungsstelle für Krebspatienten und Angehörige etc) zur Verfügung, sondern auch die notwendige wissenschaftliche und klinische Fachkompetenz. 

Im WTZ Genitalkrebszentrum (DIN EN ISO 9001:2008, DKG, ESGO) werden bösartige Erkrankungen der weiblichen Genitalorgane, vorwiegend Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom), Zervix- und Endometriumkarzinome, Eileiterkrebs (Tubenkarzinom) und Bauchfellkrebs (Peritonealkarzinom) behandelt. Das interdisziplinäre Behandlungsteam besteht aus Gynäkologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen und Radiologen. Im Rahmen der onkologischen Therapie kommen alle modernen Methoden zur Erst- und Rückfalltherapie zur Anwendung. Das Spektrum der operativen Behandlungsmethoden bei Patientinnen mit bösartigen Erkrankungen des weiblichen Genitales umfasst sowohl die klassischen chirurgischen Verfahren von abdominal (vom Bauchschnitt) und vaginal (von der Scheide) ebenso wie die minimal-invasiven laparoskopischen Verfahren (Bauchspiegelung). Durchgeführt werden zum einen ultraradikale, zum anderen auch organ- bzw. fertilitätserhaltende Operationen. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Einführung und Entwicklung laparoskopischer Verfahren in der operativen Behandlung von Patientinnen mit Zervix- und Endometriumkarzinom.

Die medikamentöse Tumortherapie umfasst alle Möglichkeiten der Chemo- und Hormontherapie. Weiterhin kommen Medikamente zum Einsatz, die das Ziel haben, die Lebensqualität der Patientinnen bei fortgeschrittener Tumorerkrankung und unter Chemotherapie zu verbessern. Auch innovative immunologische Antikörper-Therapien zur gezielten Aktivierung der körpereigenen Tumorzellabwehr kommen zur Anwendung.

Anmeldung von Patienten

Sekretariat Prof. Dr. R. Kimmig
Telefon: 0201/723-2441

Ärztlicher Koordinator

Brustzentrum am WTZ
Herr Dr. O. Hoffmann
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
0201/723-2346
Gynäkologisches Krebszentrum am WTZ
PD Dr. M. Heubner
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
0201/723-3570

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

Dienstag 16.00 - 17:00 Uhr
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Institut für Pathologie und Neuropathologie, Hörsaal

Mitglieder und Studiensekretariat

Ärztliche Leitung
Herr Prof. Dr. R. Kimmig
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Frau Dr. B. Aktas
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Telefon: 0201/723-2575

Herr PD Dr. med. M. Heubner
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Telefon: 0201/723-2575

Frau Dr. A. Welt
Innere Klinik (Tumorforschung)
Telefon: 0201/723-3100

Herr PD Dr. C. Pöttgen
Klinik für Strahlentherapie
Telefon: 0201/723-2066

Fr. Prof. Dr. A. Bankfalvi
Institut für Pathologie und Neuropathologie
Telefon: 0201/723-28 91

Herr Prof. Dr. M. Schuler
Innere Klinik (Tumorforschung)
Telefon: 0201/723-2000

Studiensekretariat
Frau K. Denzel
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Telefon: 0201/723-2575

WTZ-Förderverein

Ohne den WTZ-Förderverein gäbe es kein Westdeutsches Tumorzentrum. Werden Sie Mitglied und/oder unterstützen Sie uns anderweitig. Mehr