Palliativmedizin - Lebensqualität trotz unheilbarer Krankheit

Es gibt Verläufe bei Krebserkrankungen, in denen selbst die beste Medizin machtlos ist. Irgendwann treten die Patienten dann in ihre letzte Lebensphase ein und können massive Beschwerden haben. Manche leiden unter starken Schmerzen, bekommen nur noch schwer Luft oder müssen sich andauernd erbrechen. Andere sind so geschwächt, dass sie selbst einfachste Dinge nicht mehr verrichten können. Viele Betroffenen sind dann verzweifelt und haben Angst, oft mehr vor einem qualvollen Sterben als vor dem Tod selbst.

Beschwerden in der letzten Lebensphase sind die Domäne der Palliativmedizin. Sie vereint sämtliche Maßnahmen, die nicht mehr der Heilung (kurativ - Kuration) einer Erkrankung dienen, sondern der Linderung der durch sie ausgelösten Symptome, seien sie körperlicher oder psychischer Natur (Palliation). Ziel der Palliativmedizin es ist, jedem Patienten möglichst viel Lebensqualität zu erhalten
und ihm ein schmerzfreies und würdiges Sterben zu ermöglichen anstatt das Leben um jeden Preis zu verlängern.

Das Augenmerk richtet sich daher nicht nur auf einzelne Symptome, sondern auf den ganzen Menschen, mit seinen vielfältigen Bedürfnissen, mit seinem Lebensrhythmus, seinem Wunsch nach Spiritualität und sozialen Kontakten. Die Palliativmedizin ist daher menschliche Zuwendung und Lebenshilfe für Schwerstkranke und Sterbende und schafft eine Perspektive in der noch bleibenden Lebenszeit.

Im Januar 2012 ist eine Palliativstation als Teil der Inneren Klinik (Tumorforschung) in dem Neubau "WTZ-Bettenhaus" eröffnet worden. Die Station mit dem Namen WTZ 4 - Palliativstation verfügt über
12 Patientenbetten allesamt in Form von Einzelzimmern, in denen auch für Angehörige eine Übernachtungsmöglichkeit besteht. Zur ganzheitlichen Behandlung und Betreuung der Patienten und
der Angehörigen ist die Station unter diesem Gesichtspunkt mit entsprechenden Hilfsmitteln und Räumlichkeiten ausgestattet. Ein multiprofessionelles Team hat das Ziel eine bestmögliche Linderung
der körperlichen Beschwerden zu erreichen und sich kompetent der sozialen, psychologischen und spirituellen Probleme anzunehmen. Ein häufiges Ziel ist es, die weitere, gesicherte Versorgung im häuslichen Umfeld zu erreichen. Selbstverständlich besteht eine Anbindung an verschiedene stationäre Hospitzeinrichtung. Der ambulante Hospizdienst des DRK ist in diesen stationären Bereich zu einem frühen Zeitpunkt in die Patientenversorgung integriert.

Kontakt
Für die koordinierende Leitung der Palliativmedizin am WTZ und für den Konsiliardienst sind die folgenden Ärzte verantwortlich:
Hr. Dr. med. J. Hense, Fr. M. Przyborek
(beide Innere Klinik -Tumorforschung-)
Für die ambulante Hospizgruppe des DRK: Pastorin Scheer, Fr. Ritterbusch.

Information über und Anmeldung auf der Palliativstation (Gebäudename: „WTZ-Stationen“, 4. OG mit der Stationsbezeichnung: WTZ4) unter Tel: 0201 / 723 - 61 41

Die Ambulanz befindet sich im Gebäude „WTZ-Ambulanz“ im 1. OG (Innere Klinik -Tumorforschung-) Anmeldung: Fr. Kreymann unter Tel. 0201 / 723 - 85 313

WTZ-Förderverein

Ohne den WTZ-Förderverein gäbe es kein Westdeutsches Tumorzentrum. Werden Sie Mitglied und/oder unterstützen Sie uns anderweitig. Mehr