Behandlungsprogramm 14

Tumorerkankungen des älteren Patienten

Aufgrund der aktuell zunehmenden Überalterung der Bevölkerung in Deutschland gibt es eine dringende Notwendigkeit der Suche nach adäquaten Behandlungsstrategien für diese besonders wichtige Patientengruppe, sowie der Entwicklung von prognostisch orientierten Selektionsfaktoren für die bei diesen Patienten möglichen Behandlungsstrategien. Die vorhandene klinische Datenlage und Evidenz ist innerhalb von einzelnen großen multizentrischen klinischen Phase-III Studien bei relativ selektionierten Patienten mit gutem Allgemeinzustand entwickelt worden. Leider gibt es momentan nur wenige Daten aus diesen klinischen Studien zu den Ergebnissen der Subgruppe von älteren Patienten oder von Patienten mit selektiven Begleiterkrankungen. Allerdings ist dies eine wichtige Fragestellung bei der Entwicklung von Behandlungsleitlinien für unterschiedliche solide Tumoren und andere Neoplasmen geworden (z.B. Lymphome, CLL, Leukämien).

Im Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) gibt es eine breite Expertise bezüglich der Entwicklung statistischer Methoden zur Risikostratifizierung in der Gesamtpopulation und in selektiven Patientengruppen. Diese Risikoabschätzung bezieht sich auf Patientenfaktoren (Pharmakogenomik, stadien-adaptierte Faktoren, Ko-Morbiditätsprofile, Geriatrische Assessment Scores, altersabhängige Faktoren, molekulare Faktoren, Medikamentendosierungen und Toxizitätsfaktoren), berücksichtigt aber auch die zum Teil sehr komplexen Interaktionenzwischen diesen Faktoren. Teil des umfangreichen geriatrischen Tumorprogramms ist die Entwicklung einer Datenbank im WTZ von Langzeitüberlebenden in den unterschiedlichen Tumorentitäten.
Neuerdings sind in der geriatrischen Onkologie besonders auch Faktoren der Signaltransduktion und der Wachstumsfaktorinteraktion wichtige Schwerpunkte und es wird zunehmend wichtiger, diese Faktoren als Stratifikationsfaktoren in prospektive klinische Therapiestudien zu integrieren (Beispiel: EGF-Rezeptor-Inhibitoren). Innerhalb spezifischer Projekte sollen Kooperationen mit den WTZ Forschungsprogrammen -Molekulare Profile- und-Proteomics- zu einer verbesserten Risikoabschätzung insbesondere bei älteren Patienten führen. Innerhalb des umfangreichen WTZ Outreach Programms sind aktuell mehrere klinische Studien bei älteren Patienten gemeinsam mit den kooperierenden Lehrkrankenhäusern geplant oder werden bereits durchgeführt und rekrutieren Patienten innerhalb von lokalen, nationalen oder internationalen Studienprotokollen.

Anmeldung von Patienten

Sekretariat Dr. W. Eberhardt
Telefon: 0201/723-3312

Ärztlicher Koordinator

Herr Dr. med. Wilfried Eberhardt
Innere Klinik (Tumorforschung)

Mitglieder

Herr Prof. Dr. M. Schuler
Innere Klinik (Tumorforschung)
Telefon: 0201/723-2000

Herr PD Dr. J. Dürig
Klinik für Hämatologie
Telefon: 0201/723-2421

Herr Prof. Dr. D.W. Beelen
Klinik für Knochenmarktransplantation
Telefon: 0201/723-3136

Herr Prof. Dr. M. Jäger
Klinik für Orthopädie / Unfallchirurgie
Telefon: 0201/723-3181

Frau Prof. Dr. Dr. D. Führer-Sakel
Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen
Telefon: 0201/723-6401

Herr Prof. Dr. M. Stuschke
Klinik für Strahlentherapie
Telefon: 0201/723-2321

Herr Prof. Dr. W. Siffert
Institut für Pharmakogenetik
Telefon: 0201/723-3470

Herr Prof. Dr. K.-H. Jöckel
Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
Telefon: 0201/723-4514

Herr Prof. Dr. K.W. Schmid
Institut für Pathologie und Neuropathologie
Telefon: 0201/723-2891

WTZ-Förderverein

Ohne den WTZ-Förderverein gäbe es kein Westdeutsches Tumorzentrum. Werden Sie Mitglied und/oder unterstützen Sie uns anderweitig. Mehr