Behandlungsprogramm 10
Das Westdeutsche Zentrum für Kopf- / Hals-Tumoren (WZKHT) widmet sich vor allem der Diagnostik und Behandlung von Tumoren im Bereich des Nasopharynx, der Mundhöhle, des Oropharynx, des Hypopharynx, des Larynx, der Nasennebenhöhlen und der Speicheldrüsen. Die Therapie von Kopf-Hals-Malignomen wird im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungsteams in einer gemeinsamen wöchentlichen Tumorkonferenz für jeden Patienten individuell festgelegt. Diese multidisziplinäre Arbeitsgruppe besteht aus Experten der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Klinik für Strahlentherapie, der Inneren Klinik/Tumorforschung, der Klinik für Radiologie und dem Institut für Pathologie und Neuropathologie des UK Essen, sowie der Universitätsklinik für Mund-Kiefer-Gesichts (MKG)-Chirurgie an den Kliniken Essen Mitte.
Aktuelle Schwerpunkte der Therapieoptimierung liegen vor allem in der Durchführung klinischer Therapiestudien. Hierzu gehören 1.) die postoperative adjuvante Immuntherapie bei Patienten nach Resektion operabler Malignome sowie 2.) die multimodale Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenen Kopf-Hals-Malignomen, beispielsweise bimodal mittels Radio-Chemotherapie (unter Anwendung modernster konformaler und stereotaktischer Strahlentherapietechniken) oder trimodal mittels Induktionschemotherapie gefolgt von Radio-Chemotherapie und Operation. Darüber hinaus werden neue, so genannte -molekular gezielte- Medikamente als Erstlinien- bzw. Zweitlinien-Therapie der fortgeschrittenen Kopf-Hals-Malignome eingesetzt. Präklinische Projekte untersuchen diese neuen Medikamente auf deren Wirksamkeit bei Kopf-Hals-Karzinomen und sind so Impulsgeber für weitere klinische Phase-I und -II Therapiestudien. In diesem Zusammenhang wurden u. a. eine Phase-I Studie zur Analyse der Effizienz eines neuen Serinproteaseinhibitors zur Hemmung der Invasionsfähigkeit von Karzinomzellen sowie eine Multicenterstudie zur Wirksamkeit eines Hemmstoffes des Epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors zur Rezidivprophylaxe initiiert.
Ein weiterer wichtiger Forschungsschwerpunkt ist die immunologische Analyse der Tumorbiologie bzw. die Etablierung neuer immuntherapeutischer Strategien bei Kopf-Hals-Karzinomen. Erste translationale Untersuchungen an Patienten mit neu diagnostizierten Tumoren wurden initiiert und haben die Detektion neuer therapeutisch nutzbarer Zielmoleküle zum Inhalt. Aufgrund der im Verlauf sehr hohen Rate an Zweit- und Drittkarzinomen ist zudem die Identifizierung von Risikokollektiven, die Sekundärprävention bzw. Chemoprävention zur Rezidivprophylaxe essentiell.
Anmeldung
Sekretariat
Prof. Dr. S. Lang
Telefon: 0201/723-2481
Herr Prof. Dr. S. Lang
Klinik für HNO-Heilkunde
Montag 15.30 - 16.30 Uhr
Klinik für HNO-Heilkunde
Herr Prof. Dr. Dr. C. Mohr
Klinik für Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie
Telefon: 0201/174-2039
Herr PD Dr. G. Lehnerdt
Klinik für HNO-Heilkunde
Telefon: 0201/723-2483
Herr apl. Prof. Dr. T. Hoffmann
Klinik für HNO-Heilkunde
Telefon: 0201/723-84360
Herr PD Dr. C. Pöttgen
Klinik für Strahlentherapie
Telefon: 0201/723-2066
Herr Dr. J. Abu-Jawad
Klinik für Strahlentherapie
Telefon: 0201/723-2066
Herr Dr. W. Eberhardt
Innere Klinik (Tumorforschung)
Telefon: 0201/723-3312
Herr Dr. T. Gauler
Innere Klinik (Tumorforschung)
Telefon: 0201/723-2003
Herr Prof. Dr. K. W. Schmid
Institut für Pathologie und Neuropathologie
Telefon: 0201/723-2891
Herr Prof. Dr. M. Forsting
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
Telefon: 0201/723-1539

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